Autor Thema: Kinderarmut: Weniger Essen durch Hartz IV  (Gelesen 362 mal)

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29. Juli 2007, 15:54:33
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Kinderarmut: Weniger Essen durch Hartz IV

Eine erfreuliche Mitteilung. Die SPD/CDU Bundesregierung tut etwas gegen Kinderarmut. Mit der Anhebung des Regelsatzes ab 1.Juli 2007 um 2 Euro mtl. stieg der im Regelsatz von Schulkindern bis 14 Jahren enthaltene Anteil für die Ernährung von 2,27 auf 2,28 Euro pro Tag. Der Aufschwung ist auch bei Hartz IV-EmpfängerInnen angekommen.

Wer aber weiß schon, dass 1987 im Regelsatz eines 12-jährigen Schulkindes noch 2,90 Euro für Essen und Trinken enthalten waren? Die herrschenden Parteien haben Kindern und ihren Eltern nach und nach in erheblichem Umfang Mittel für Essen und Trinken entzogen.

Ernährungsanteil bei Erwachsenen

Der Regelsatz eines alleinstehenden erwachsenen Sozialhilfebeziehers betrug 1987, also vor 20 Jahren, im Bundesdurchschnitt (umgerechnet) 203 Euro (398 DM).

Damals galt: 57% dieses Betrags, d.h. 116 Euro oder 3,87 Euro am Tag entfielen auf Ernährung. Ab Juli 2007 sind es noch 3,81 Euro. Mit dem annähernd gleichen Betrag kann man sich aber nur noch 20% weniger Lebensmittel kaufen, da die Lebensmittelpreise in diesem Zeitraum um 20% gestiegen sind.

Warum 57%?

Seit Anfang der 70er Jahre wurden die Regelsätze auf der Basis von Warenkörben festgelegt. Die Ernährungsausgaben für Erwachsene beruhten auf Berechnungen, wie ein durchschnittlicher Kalorienbedarf von Erwachsenen von 2250 Kalorien pro Tag zu befriedigen wäre. Sie betrugen rd. 57% des damaligen Eckregelsatzes.

Seit dem Ende der 80er Jahre galt als Maßstab für die anerkannten Ernährungsausgaben nicht mehr, wieviel jemand für eine halbwegs befriedigende Ernährung angeblich braucht, sondern was die unteren Verbrauchergruppen der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) tatsächlich dafür ausgeben. Das war weniger als die kärglichen Beträge, die vorher zugestanden wurden.

weiterlesen: http://www.linkezeitung.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=2995&Itemid=44

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03. August 2007, 20:39:18
Antwort #1
  • Gast
da man sich als nicht priviligierte person schlecht gegen den staat wehren kann, gibts keine wirklichen alternativen zum "kopf in den sand stecken", oder?

ich bin aber dafür, dass wir nicht zulassen, dass man uns kleinkriegt.

ich hab mich zwar damit abgefunden, dass nur wenig geld da ist. es ist nu mal realität, der man sich stellen muss.
ich handwerke, handarbeite, improvisiere, auch beim kochen. obwohl ich probleme mit den kiddies hab, wer hat die nicht? sind wir trotzdem keine jammerfamilie, denn jammern macht das portemonaie auch nicht voller, löst keine probleme, sondern zieht nur runter.

zum glück gibts dieses forum, wo man sich schlau machen kann und wo einem geholfen wird.

nen kämpferischen gruß von
loreley
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