Weniger statt mehr
Hartz IV macht arm
Die Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe Anfang 2005 zum Arbeitslosengeld II hat bei mehr als der Hälfte der Betroffenen zu Einkommenseinbußen geführt. Etwa ein Drittel wurde durch die Hartz-IV-Reform finanziell bessergestellt, ermittelte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW).
"Verlierer beim Einkommen sind vor allem Haushalte ohne minderjährige Kinder", heißt es in der neuen Studie. Alleinerziehende schneiden dagegen vergleichsweise gut ab. "Insgesamt fielen die Verluste höher aus als die Gewinne", lautet das Fazit von DIW- Forscher Jan Göbel. Die Armutsquote der Leistungsempfänger - vor der Reform gut die Hälfte - habe sich auf zwei Drittel erhöht. Die Armutsquote ist der Anteil der Personen mit einem verfügbaren Einkommen von weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung.
Verluste in Ostdeutschland
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