Die drittgrößte Gesetzliche Krankenkasse DAK verlangt bereits im Februar diesen Jahres zusätzliche Versichertenbeiträge
Weitere große Krankenkassen haben bereits angekündigt, ebenfalls Zusatzbeiträge einzuführen. Nach Ansicht der Chefin der größten deutschen gesetzlichen Krankenkasse "Barmer GEK", Birgit Fischer, seien der Zusatzbeitrag politisch gewollt. Die Zusatzbeiträge wären von der Politik beabsichtigt und gefördert. Kritik gegenüber den Krankenkasse, wies Fischer zurück. Gegenüber der Tageszeitung "Neues Deutschland" sagte Fischer: "Aktuell entsteht der Eindruck, als sei dies eine Entscheidung der Krankenkassen - das ist es nicht" und "Man lässt die Versicherten in die Situation hineinlaufen, hält die Krankenkassen unter Druck und forciert gleichzeitig ein neues Finanzierungssystem als Lösung, die Kopfpauschale." So würde eine Stimmungsmache erzeugt werden, die zulasten der Patienten führe.
Fischer wiederholte ihre Forderung, ein "Ausgabenmoratorium für Pharmafirmen und Ärzte" einzuführen. Die Regierung unterbreite derzeit keine sinnvollen Vorschläge zur Kostendämpfung. In einem Bündnis für Gesundheit sollten sich alle Experten vernetzen, um eine adäquate Versorgung der Versicherten zu organisieren. Fischer sieht optimistische Chancen, da es auch in den Regierungsparteien der CDU und CSU Kritiker der geplanten Kopfpauschale gibt.
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